isola del giglio

Die Insel Giannutri

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Die Insel Giannutri liegt ca. 14km entfernt südöstlich von der Insel Giglio. Sie ist somit die südlichste toskanische Insel sowie die flächenmäßig zweitgrößte nach Gorgona. Mit einer Fläche von 2,62km2 (ca. 2,5km lang und 500m breit) hat die Insel eine Küstenlänge von 11km. Der höchste Punkt liegt mit der Anhöhe von Capelrosso bei knapp 88m, gefolgt von zwei weiteren: Monte Mario (78m) und der Anhöhe „Poggio del Cannone“ (68m).

Die Küste verläuft zackenförmig und ist felsig – sie wird nur durch zwei kleine nicht sandige Strände unterbrochen, welche innerhalb der Hauptbuchten liegen: „Cala dello Spalmatoio“ an der Nordost-Küste und „Cala Maestra“ im Nordwesten – sie sind gleichzeitig auch die einzigen Landeplätze für Schiffe der Inseln. Bemerkenswert sind außerdem die vielen Höhlen entlang der Küste, eine der berühmtesten ist die „Cala dei Grottoni“, welche sich am südlichsten Ende befindet. Das Kalkgestein und das klare Wasser, die unglaubliche biologische Vielfalt sowie die Relikte aus alter Zeit machen den Meeresgrund hier einzigartig und sind bei den vielen Tauchern, die jedes Jahr kommen, besonders beliebt.

Im Winter ist das Klima besonders mild, das sieht man auch an der Vielzahl an tropischen Pflanzen (Wolfsmilch, wild wachsende Palmen und Orchideen), im Sommer weht ein angenehmes Lüftchen und macht diesen Ort zum idealen Lebensraum für viele Vogelarten, welche nach Europa kommen, um zu nisten. Der Fahlsegler ist hier ansässig und die Küsten sind von Mittelmeermöwen besiedelt, was auch namensgebend für den Beinamen „Möweninsel“ ist.

Aufgrund ihrer bogenähnlichen Form wurde Giannutri von den Griechen „Artemisia“ und von den Römern „Dianum“ genannt. Der Bogen war nämlich das Attribut der Göttin Diana und Giannutri war vor allem zwischen dem III. und I Jh. v. Chr. als Anlaufstelle und Versteck ein wichtiger strategischer Punkt entlang der Wege von der Küste Latiums nach Gallien und Sardinien. Davon zeugen zwei Schiffswracks aus dieser Zeit. Zur Zeit der Römer war die Insel im Besitz der Familie Domizi Enobarbi , welche im I. Jh. n. Chr. eine Villa mit prächtiger Marmorfassade erbauen ließ, dessen Überreste noch heute zu sehen sind (momentan nicht betretbar, da sie gerade restauriert wird). Momentan kann diese Gegend auf Anordnung des Ministeriums für Umwelt, Landschaftsschutz und Meer sowie des Denkmalamtes nicht betreten werden.





Aufenthalt auf Giannutri

Die Insel Giannutri ist Teil der Gemeinde von Isola del Giglio und ist von dort aus auch mit Schiffen des Unternehmens Maregiglio zu erreichen, welche im Sommer drei Mal in der Woche hin und her fahren. Giannutri kann auch vom Festland aus erreicht werden – auch hierfür ist obengenanntes Unternehmen zuständig.

Die Verbindung zwischen Porto Santo Stefano und Giannutri (ca. 12km) ist in den Wintermonaten drei Mal in der Woche gegeben, während der Sommermonate täglich; (Informationen zu den gültigen Tarifen sowie zu den genauen Abfahrtzeiten bekommen Sie telefonisch bei Maregiglio – Tel.: 0564 812920). Um von Giglio zur Insel Giannutri zu gelangen, gibt es neben dem Unternehmen Maregiglio auch die Möglichkeit, von kleineren Taxibooten Gebrauch zu machen (siehe Bootsverleih). Des Weiteren gibt es auch diverse private Unternehmen, die vom Festland aus Tagesausflüge zu den Inseln des Toskanischen Archipels organisieren.

Auf Giannutri gibt es keine wirklich dicht besiedelten Zentren, vielmehr gibt es verschiedene auf die Insel verteilte Ansammlungen von Häusern, die vorwiegend im Sommer bewohnt werden. Einziger Versammlungspunkt ist ein kleiner Platz („Piazzetta“ genannt) in der Nähe der Bucht „Cala Spalmatoio“, an dem die wenigen Einheimischen mit den Touristen zusammentreffen, welchen dort eine Bar, ein Restaurant und ein Mini-Markt zur Verfügung steht. Es gibt keine Kirche auf der Insel, jedoch wird vom Pfarrer von Giglio einmal in der Woche (üblicherweise am Mittwoch um 12 Uhr bei der „Piazzetta“) eine Messe gefeiert. Auf der Insel gibt es keine Hotels oder Pensionen, jedoch gibt es die Möglichkeit, Häuser und Appartements zu mieten. Folgende Anbieter stellen dies zur Verfügung:

Agentur Brandaglia – Tel.: 0564 809245 (www.brandaglia.com)
Le Dimore di Mimmina – Tel.: 335 5878295
Hr. Franco Moiana Tel.: 338 2295755
Hr. Pietro Galassi Tel.: 333 7847797

Wie auch die Insel Giglio, so hat auch die Insel Giannutri eine Anlage zur Meerwasserentsalzung und ist somit autonom, was den Wasserbedarf anbelangt. Trotzdem soll Wasserverschwendung weitgehend vermieden werden und im Kopf behalten werden, dass Wasser gerade für eine Insel ein sehr kostbares Gut ist, das sorgsam zu verwenden ist.

In Notfällen steht auch auf der Insel Giannutri ein Helikopterdienst zur Verfügung, mit dem in sehr kurzer Zeit das Krankenhaus “Misericordia” in Grosseto erreicht werden kann. Bei Bedarf kann die Nummer 118 bzw. andere Notfallnummern gewählt werden, die unter “Praktische Informationen” angeführt sind.





Zutritt und Beschränkungen an Land

Der Zutritt zu diversen Teilen der Insel kann im Großteil des Jahres frei erfolgen. Einschränkungen gibt es lediglich von 26. Mai bis 12. Oktober. In diesem Zeitraum gelten einige Regeln, welche dazu dienen, die Schönheit und die Besonderheit der Natur auf der Insel zu wahren.

Nördlich und südlich eines immer zugänglichen Teils der Insel, der auch gleichzeitig die Verbindungsstraße zwischen den zwei Buchten “Cala Maestra” und “Cala Spamatoio” ist, gelten Zutrittsbeschränkungen.

Der Zutritt zu den zwei Bereichen ist täglich 300 Besuchern gestattet, welche mit zuständigen Führern, nach Entrichtung einer Gebühr für den geführten Besuch sowie für den Zutritt zum geschützten Bereich, Zugang haben.

Der Erlös der Zutrittsgebühr kommt der Instandhaltung der Landschaft in der geschützten Zone sowie der Pflege der Insel und des sie umgebenden Meeres zugute.

Weitere Informationen zur Zutrittsbeschränkung und zu Verhaltensregeln für den Besuch finden Sie auf der offiziellen Homepage des Nationalparks des Toskanischen Archipels:
www.islepark.it

Zutritt und Beschränkungen am Wasser

Der Schutz des Parks betrifft auch einige Zonen im Meer.
In Zone 1 sind Zutritt, Angeln, Baden, Schifffahrt, Halten und Ankern verboten.
Zone 2 ist frei zugänglich; hier sind Baden, Schifffahrt, Halten und Ankern erlaubt.

Das Sportangeln ist nur jenen erlaubt, die auf der Insel residieren und die notwendige Erlaubnis von Seiten des Parks vorweisen können. Details dazu finden Sie unter www.islepark.it.
Schifffahrt Betreibende sowie Schifffahrtunternehmen finden die sie betreffenden Einschränkungen auf Seefahrtskarten und können außerdem das Hafenamt von Porto Santo Stefano kontaktieren, um Details zu den geltenden Richtlinien für das Meer um die Insel zu erfahren.



WICHTIG
Falls Gebiete außerhalb des immer zugänglichen Bereichs im Zeitraum der Zutrittsbeschränkung besucht werden wollen, muss vor Ankunft auf der Insel ein zuständiger Führer persönlich kontaktiert werden.

Für den Park zuständiges Büro - Isola del Giglio 0564 809137
Fax: 0565 809099 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Staatliche Forstaufsicht Monte Argentario 0564813721
Staatliche Forstaufsicht Portoferraio 0565 918999
Hafenamt Porto S. Stefano 0564 810400
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