isola del giglio

Wichtige historische Personlichkeiten

 

 

Diese Seite ist all jenen gewidmet, die durch Errungenschaften in Bereichen der Kunst, Kultur, Verwaltung oder der Heimatverbundenheit Großes für die Gemeinschaft der Insel erreicht haben. Es werden verschiedene Persönlichkeiten beschrieben und es wird auf ihre Errungenschaften eingegangen, um sie auch bei den kommenden Generationen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

 



ANDREA BRIZZI

Gelehrter und Historiker aus Giglio, der in der zweiten Hälfte des 19. Jh. gelebt hat. Er hat hat an der Universität von Pisa Geisteswissenschaften studiert und hat sich schon früh für die Geschichte der Insel interessiert. Er übernahm auch öffentliche Ämter wie Notar und Gemeindesekretär und hatte somit Zugang zum historischen Archiv der Gemeinde, wo er auch auf das Buch der Insel-Statuten stieß, welches Gesetze beinhaltet und aus dem Jahr 1558 stammt. Er verfasste Aufzeichnungen aller Art und eine hervorzuhebende Publikation seiner Forschung war ein Text, der in der Zeitung „L’Ombrone“ (von 1898 und 1900) veröffentlicht wurde und den Titel „Historische Aufzeichnungen über die ‚Isola del Giglio’“ trägt. Dieser Text ist seit Beginn des 20. Jh. bis heute das bekannteste Schriftstück, das die Geschichte der Insel und ihrer Bewohner dokumentiert.

 


 

G. IVO BAFFIGI

Stammt aus einer Bauernfamilie und wurde im Jahr 1899 auf der Insel geboren. Er war von Klein auf musikalisch sehr begabt und nahm später Clarino-Unterricht beim Dirigenten der Musikkapelle der Insel. Im ersten Weltkrieg wurde er zum Militärdienst berufen, war aber dank seiner Musikalität in der Blaskapelle des Panzerschiffes „Andrea Doria“ tätig und blieb so verschont. Nach Ende des Krieges reiste er nach Neapel und nahm dort Clarino-Unterricht bei Cesare Andrea Bixio, dem Komponisten von Musik diverser Theaterstücke, Filme, für Radio und Fernsehen.
Er wurde später Dirigent der Blaskapelle von Giglio Castello und Giglio Porto und zog nach Porto Santo Stefano, wo er damit beauftragt wurde, die örtliche Blaskapelle zu leiten. Er führte sein Studium fort und diplomierte auf der Philharmonischen Musikakademie in Bologna und nahm an diversen Wettbewerben teil. Er erreichte beim Festival von Piedigrotta in Neapel den ersten Platz.
Er war ein äußerst tugendhafter Mensch, welcher sein Leben der Musik verschrieben hat. Er starb 1977 im Alter von 78 Jahren aus gesundheitlichen Gründen.

 


 

ENEA BRIZZI

Wurde 1821 in Giglio Castello geboren, arbeitete von Klein auf in der Weidewirtschaft und konnte daher keine Schule besuchen, zeigte jedoch schon sehr früh musikalisches Talent, indem er Schilfrohre als Instrumente verwendete und damit experimentierte. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und seine Familie gewährte ihm ein Studium am Konservatorium in Florenz, wo er Trompete lernte und Teil der Militärkapelle der Polizei wurde. Dort arbeitete er sich bis zum Dirigenten hinauf. In seiner musikalischen Karriere konnte er sehr schnell große Erfolge erzielen und wurde viele Male geehrt. Er wurde sogar nach Paris gerufen, um zu spielen und spielte im Jahr 1857 vor Papst Pio IX.
Er war auch eine wichtige Figur zur Zeit des italienischen Risorgimento und kämpfte unter Garibaldi gegen die Österreicher. Er schrieb, zum Anlass der Befreiung von Venetien, mit A. Brofferio „La canzone della guerra del 1866“, das die Kriegsereignisse von 1866 zum Thema hatte.

 


 

ENRICO ALBERTO D' ALBERTIS

War ein genovesischer Seefahrer, Schriftsteller, Forscher und Philantrop und wurde 1846 in Voltri geboren. Er war eine außergewöhnliche Persönlichkeit, entsprach nicht der Norm, war verschwiegen und sein Charakter war geprägt von den unzähligen Überfahrten.
Kapitän d’Albertis hat mit verschiedenen Verkehrsmitteln die Welt dreimal und den afrikanischen Kontinent genauso oft umrundet. Um sich zu erholen bevorzugte er die Ruhe, die er im Turm von Campese fand, der zu dem Zeitpunkt nicht mehr militärisch genutzt wurde.
Im Laufe seines Lebens erntwickelte d’Albertis eine Leidenschaft für Sonnenuhren. Er baute sie selber und schenkte sie Bekannten und Freunden. Ein Exemplar ist in Giglio Campese auf der Fassade eines alten Gebäudes in der nähe des Turmes von Campese zu bewundern.

 


 

Alle Inselbewohner...

.. die in den zwei Kriegen gefallen sind sowie alle Patrioten, die mit Garibaldi im Zug der Tausend („Spedizione dei Mille“) gekämpft haben und am italienischen Risorgimento beteiligt waren. Es wird aller Inselbewohner gedacht, die emigrierten und aller, die ihr Stück Erde niemals verlassen und ihr Leben riskiert haben, aller, die auf den Feldern oder in einer der dunklen Minen von Giglio Campese gearbeitet haben.
Weiters soll an all jene Inselbewohner erinnert werden, welche gegen die Piratenüberfälle ankämpften und das Vaterland verteidigt haben. Besonders sollen jene wenigen erwähnt werden, die fast hilflos am 18. November 1799 2000 Tunesier in die Flucht getrieben haben.
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