isola del giglio

Archaologische Ausgrabungsstatten

Alles Gute für unsere Gäste

 

Villa del Saraceno

In Giglio Porto gibt es in der Nähe der kleinen “Cala del Saraceno” bzw. “Cala delle Murene” Überreste einer cetaria, eines Beckens für die Fischaufzucht, neben einer römischen Villa der Familie Domini Enobarbi aus dem 1.-2. Jh. n. Chr., wovon noch einige gemauerte Reste aus der Zeit auf der linken Seite sieht. Durch Ausgrabungen entdeckte man einige Teile mit Tonnengewölbe, Wände in der römischen Mauertechnik opus reticulatum, verschiedenfärbigen Stuck und Mosaike mit schwarzen und weißen Steinchen.

 

Torre del Lazzaretto

In der zweiten Hälfte des 16. Jh. wurde dieser Turm von Cosimo I de’ Medici in Auftrag gegeben und 1624 fertiggestellt. Er diente der Sichtung von Piratenschiffen. In Folge wurde er, genauso wie die umliegende Gegend als Lazarett für Betroffene von schweren Epidemien verwendet, worauf sich auch sein Name zurückführen lässt. Ende des 17. Jh. wurden der Turm und das Lazarett nicht mehr dafür verwendet und nach der Vereinigung Italiens wurden sie zu Staatseigentum. Ende des 19. Jh. wurden sie an Privatleute verkauft. Der Grundriss und der Aufbau wurden verändert und ausgebaut.

 

Romisches Segelschiff

Das Wrack eines römischen Segelschiffes, welches für den Transport von Handelsprodukten verwendet wurde, fand man im Jahr 1982 in 38 Metern Tiefe ca. 100 Meter vor dem Kai „molo rosso“. Bei diesem Fund wurden außerdem einige Amphoren nach afrikanischer Art (Größe II, A, B) aus der Mitte des 3. Jh. n. Chr. gefunden.

 

Villa di Giannutri

Hierbei handelt es sich nicht nur um eine Villa, sondern um eine ganze Wohnanlage, die der reichen Familie Domizi Enobarbi gehörte und auf eine Zeit zwischen Ende des 1. und 2. Jh. n. Chr. zurückzufüren ist.
Dieses Bauwerk befindet sich im Zentrum von Giannutri und weist eine sehr komplexe Architektur auf, die in verschiedene Räume und Flächen aufgeteilt ist. Das ursprüngliche Bauwerk war dreistöckig und umgab einen großen Hof.

Die Stockwerke waren durch Stiegen verbunden. Die Villa hatte außerdem, ganz nach römischer Bauart, ein Kanalheizsystem. Teil des Baus war eine Thermenanlage, ein Bereich zur Unterbringung der Angestellten, zwei Anlegestellen für Schiffe (Cala Spalmatoio und Cala Maestra) sowie ein Becken für die Aufzucht von Fischen.

 

Leuchtturm Vaccarecce

Der Leuchtturm wurde 1789 erbaut und diente der Orientierung für die Schifffahrt. Er wurde nicht zur Gänze fertig gebaut, da es immer wieder Probleme aufgrund des dichten Nebels in der Winterzeit gab, welcher es den Schiffen unmöglich machte, seine Leuchtzeichen zu erkennen.

Er wurde jedoch vor kurzem restauriert und ist nun in Privatbesitz.

 

Weitere Ausgrabungsstatten

Es gibt einige andere, sehr interessante Ausgrabungen, wie aus den Aufzeichnungen über die Geschichte der „Isola del Giglio“ von Andrea Brizzi hervorgeht. Darunter römische Münzen, Hausrat aller Art und Skelette; Es wurden auch Bleirohre für den Wasserzulauf von der Quelle in der „Cala del Saraceno“ zu den Villen gefunden.


Beeindruckend und voller historischer Details ist das mittelalterliche Zentrum von Giglio Castello. Besonders die Stadtmauer und Bauten um sie herum sind von großem historischen Interesse. Vieles deutet noch auf vergangene Tage hin, wie zum Beispiel Gedenksteine, Gravuren und alte Wappen. Am Hauptplatz „piazza della Rocca“ findet man auf einem Tor neben der Portiersloge noch den Namen von Ferdinando II, „Dux Etruriae“, welcher im Jahr 1623 die Restaurierung initiierte. Auf der Rückseite des zweiten Eingangstors zur Stadt sieht man, aus Richtung Piazza Gloriosa kommend, ein Wappen der Familie Medici.


Ein weiterer Schatz, der an die Vergangenheit erinnert, ist die Kirche S. Pietro in Giglio Castello. Dort befindet sich ein Elfenbein-Kruzifix von Jean Boulogne, auch Giambologna genannt (1529-1608), ein Schaukasten mit der Reliquie des Unterarms des Patrons der Insel, S. Mamiliano, und einige Waffen und Gegenstände aus der Zeit des letzten Piratenüberfalls 1799.
Das korinthische Kapitell unter dem Weihwasserbecken in der Kirche von Giglio Castello stammt aus traianischer Zeit im 2. Jh.

Back to top